Das PENTASYS Agile Coaching Dojo – Teil 2: Die Zutaten für eine erfolgreiche Trainingseinheit

Von Christian Sandmann , 21.02.2019, 12:20
Agile Coaching Dojo

Im ersten Teil der Blogserie zum Thema „Agile Coaching Dojo“ haben wir uns damit beschäftigt, mit welcher Zielsetzung sich das Dojo als attraktive Maßnahme für Weiterbildung und Wissenstransfer bei PENTASYS etabliert hat: In dem Veranstaltungsformat nehmen Beraterkollegen interessante Fälle aus der Praxis in den Blick, um Lösungsansätze gemeinsam zu entwickeln und einzuüben. Dies fördert den Wissens- und Erfahrungstransfer und hilft den Beratern dabei, Kunden auch in herausfordernden Situationen erprobte Lösungen zu präsentieren. Der folgende Artikel zeigt auf, was bei der Organisation eines Abends im Agile Coaching Dojo zu beachten ist und wie die Agenda dafür aussehen kann.

 

Die wichtigsten Voraussetzungen für ein Agile Coaching Dojo

Die Organisatoren einer Veranstaltung sollten die folgenden Punkte beachten, die es zur Vorbereitung braucht:

  • Die passenden Szenarien – Die Fallbeispiele sind zunächst nach fachlicher und geschäftlicher Relevanz auszuwählen, um bei den Teilnehmern Interesse zu wecken und ihre Mitarbeit zu fördern. Auch ihre Präsentation hat einen hohen Stellenwert: Der Autor sollte die Konstellation griffig und spannungsgeladen beschreiben. Hilfreich dabei sind Überschriften, wie z.B. „Product owner faces polar opposites“, „Way down we go“ oder „Convince me“. Sie kündigen das Thema so an, dass Interesse geweckt wird.
  • Eine ausgewogene Teamzusammensetzung – Die Teilnehmer sollten sich idealerweise aus unterschiedlichen Erfahrungsstufen zusammensetzen. Nehmen beispielsweise nur Kollegen auf Einsteiger-Level teil, fließen weniger erprobte Erfahrungswerte mit ein. Die Lösungsideen gehen möglicherweise auch an der Praxis vorbei. Wenn andererseits nur erfahrene Fachleute dabei sind, passiert es schnell, dass keine neuen und ungewöhnlichen Herangehensweisen an Fallkonstellationen mehr erörtert werden. Gerade junge Coaches bringen einen ungetrübten und innovativen Blick auf die Konstellationen mit und bereichern damit sehr die Diskussion. Für die Senior-Coaches liegt dabei ein großer Reiz in der Diskussion neuer und ungewöhnlicher Ansätze.
  • Die richtige Teilnehmerzahl – Die besten Erfahrungen haben wir mit einer hinreichend großen Teilnehmergruppe von 8 bis 12 Personen gemacht. Den größten Mehrwert bringt die Veranstaltung schließlich durch ihre Meinungsvielfalt und die Diskussion der unterschiedlichen Erfahrungen mit den gegebenen Konstellationen.
  • Aktive Veranstaltungswerbung – Um genügend engagierte Teilnehmer für das Agile Coaching Dojo zu gewinnen, ist die Ansprache der Zielgruppe vor der Veranstaltung unabdingbar. Dies lässt sich per Email, Intranet oder klassischem „Flurfunk“ bewerkstelligen. Eine Herausforderung besteht schließlich darin, die „Schwergewichte“ des Unternehmens trotz spannender Projekte zu einer Teilnahme zu bewegen.

 

Ablaufbeispiel für ein Agile Coaching Dojo 

Je nach Zielsetzung und Gegebenheiten kann die Agenda eines Agile Coaching Dojos variieren. Wichtig ist, dass es eine vorab definierte Ablaufstruktur gibt, nach der die Inhalte durchgearbeitet werden. Bei PENTASYS haben wir mit dem folgendem Format sehr gute Erfahrungen gemacht:

  1. Einführung in den Kontext und den Ablauf des Dojo für alle Teilnehmer
  2. Bildung ausgewogener Peer-Groups – bei 12 Teilnehmern also 4 Gruppen zu je 3 Leuten
  3. Auswahl der Aufgaben – d.h., die Organisatoren stellen eine Auswahl an Fallkonstellationen bereit; unter diesen entscheiden sich die Teilnehmer für die interessantesten Konstellationen zur Bearbeitung
  4. Skizzierung einer Lösung in der Peer-Group – die Ergebnisse werden in Stichworten festgehalten; ein Teil des Lösungsvorschlagss kann auch ein Rollenspiel sein, bei dem relevante Erfahrungen dem Kunden vermittelt werden
  5. Vorstellung des Lösungsvorschlags im Plenum
  6. Diskussion und Ergänzungen im Plenum

Pro Fallkonstellation setzen wir 30 Minuten fest: 15 Minuten stehen für die Peergroup-Arbeit bereit und 15 Minuten für die Diskussion im Plenum. Damit sind an einem guten Abend vier bis fünf Fälle zu schaffen. Wichtig ist, die vorab definierten Timeslots auch wirklich einzuhalten, damit jede Konstellation gleichberechtigt behandelt wird. Im Anschluss an die Diskussion werden die Ergebnisse schriftlich fixiert und der Community über die jeweiligen Kommunikationskanäle zur Verfügung gestellt.

 

Dojo bedeutet auch Gemeinschaft

Bei aller fachlichen Tiefe darf bei einem gelungenen Dojo-Abend das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommen. Das japanische Wort „Dojo“ bezeichnet schließlich sowohl einen Übungsraum für Kampfsport – als auch die Gemeinschaft der dort Trainierenden. Bei PENTASYS lassen wir die Agile Coaching Dojos mit einem gemeinsamen Pizza-Essen ausklingen, um noch ausreichend Gelegenheit für den ungezwungenen Austausch untereinander zu haben. Hierin liegt ein wichtiger Antrieb, bei einem Agile Coaching Dojo mitzumachen: Einen Kreis von themenaffinen Kollegen um sich zu haben, bringt Freude und ist hilfreich für den Arbeitsalltag. Jeder Einzelne trägt etwas dazu bei, wodurch die Community zusammenwächst.

 

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