DevOps Grundlagen Teil 2: Die richtigen Skills

Von Florian Zierer , 02.10.2018, 10:59
DevOps

Ähnlich wie das Mega-Thema Agilität hat sich der DevOps-Ansatz als Schlagwort etabliert, hinter dem sich eine Sammlung von Anforderungen und Business-Problemen verbirgt. Bei der agilen Softwareentwicklung haben sich im Laufe der Zeit feststehende Methoden, Werkzeuge und Strukturen entwickelt und etabliert. Ein ähnlicher Prozess lässt sich bei DevOps feststellen. Dennoch sollte DevOps nicht mit einem Stellenprofil verwechselt werden.

Auch wenn es mittlerweile Experten gibt, die sich auf DevOps spezialisiert haben, ist das Thema in einem Querschnitt angesiedelt und erfordert, ganz analog zur Agilität, ein Mindset, einen Kulturwandel. Gerade deshalb geht es nicht um einzelne Kompetenzen, Fähigkeiten oder gar Tools – DevOps ist eine radikal neue Art, zu arbeiten. Doch welche Skills und Methoden müssen die Mitarbeiter und Teams beherrschen?

Die von David Guest eingeführte „T-Shape“ gibt einen Anhaltspunkt: Die vertikale Säule des Buchstabens „T“ symbolisiert die Spezial-Fähigkeiten des Mitarbeiters in einem eingegrenzten Fachgebiet; der horizontale Balken die Fähigkeit zum transdisziplinären Arbeiten. Für DevOps ist eine enge Einbindung der Anforderungen der Betreiber- bzw. Infrastrukturseite notwendig. Deshalb ist für die Mitarbeiter vor allem die Horizontale wichtig. Generalisten mit Offenheit für einen neuen Ansatz und den entsprechenden Technologien sind gefragt.

Der Umgang mit neuen Tools und Technologien lässt sich vergleichbar leicht erlernen, da manche von ihnen ohnehin einen überschaubaren Funktionsumfang besitzen oder sich auch in einer Basisversion einsetzen lassen. Ein ebenso wichtiger Skill ist die Offenheit für einen Wissensaustausch und die Fähigkeit, den Mitmenschen im Team eine neue Technologie näherzubringen und ihren Fokus auf die relevanten Stellen zu legen.

Insbesondere gilt es, all diese Zutaten so zu vermengen, dass die beteiligten Parteien Appetit darauf bekommen, die Realisierung des DevOps-Gedankens mitzugestalten. Die zu Beginn des Artikels erwähnte Transformation hin zum „digitalen Fließband“ erinnert an die Einführung des Fließbands in den Automobilfabriken Henry Fords. Sie hat nicht weniger als eine Revolution in der industriellen Produktion ausgelöst. Eine ähnliche Revolution zeichnet sich derzeit in der IT-Welt ab, bei der es vor allem für IT-Berater sehr spannend ist, dabei zu sein und diese Entwicklung bei und mit den Kunden weiter voranzutreiben.

Im ersten Teil dieser DevOps-Artikelserie wurde beschrieben, welches Mindset für erfolgreiche DevOps zielführend ist. Die nächste Folge wird sich mit praktischen Tools für den DevOps-Einsatz befassen.

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