Moderne Frontends für Webanwendungen

Von PENTASYS Competence Team , 07.12.2018, 10:58
Moderne Frontends

Die Zeiten, in denen Internetseiten aus einfachen HTML-Strukturen bestanden, sind längst vorbei. Spätestens seit dem Aufkommen von mobilen internetfähigen Geräten ist responsives – also an jeweilige Geräte anpassungsfähiges – Webdesign zum Standard geworden. Darüber hinaus erwarten Webnutzer von ihrem Surferlebnis heute mehr als passiven Konsum von Information. Interaktive, browserbasierte Elemente spielen eine ebenso wichtige Rolle für das Weberlebnis, zum Beispiel Spiele oder Produkt-Konfiguratoren. Um modernes responsives Design und Interaktivität umzusetzen, brauchen Frontend-Entwickler daher einen breit aufgestellten Werkzeugkasten.

 

Frontend-Entwickler sind für die Nutzerschnittstelle zuständig

 

Die Begriffe „Frontend“ und „Backend“ folgen der Aufteilung von Server und Client. Backend-Entwickler sind für die Aufgaben und Programme zuständig, die auf den Servern des Webseitenbetreibers laufen. Frontend-Entwickler kümmern sich um die Komponenten einer Webseite, die auf den Browsern der User ablaufen. Dies betrifft einerseits das sichtbare Design, als auch den im Browser ablaufenden JavaScript-Code. Gewissermaßen nehmen Frontend-Entwickler also eine Mittlerposition zwischen Webdesign und Backend-Entwicklung ein.

 

Die wichtigste Aufgabe besteht darin, eine technisch einwandfreie Darstellung der Webseite auf allen Browsern und Geräten zu gewährleisten. Die Sprachen HTML, CSS und JavaScript bilden hierfür die Grundlage. HTML und CSS sind allerdings keine Programmiersprachen im eigentlichen Sinne und werden hauptsächlich von Web-Designern verwendet. Frontend-Entwickler programmieren hauptsächlich in JavaScript. Dabei geht es um alle Programme, die auf Client-Seite, also meist im Webbrowser ausgeführt werden.   

 

JavaScript-Frameworks helfen bei der Umsetzung

 

Für die effiziente Arbeit mit JavaScript steht mittlerweile eine große Auswahl an Frameworks zur Verfügung. Die fünf populärsten Frameworks sind derzeit Backbone, React, Angular, Ember und Vue.js. An der Spitze führen React und Angular, um die sich jeweils ein umfassendes Ökosystem gebildet hat. Im Unterschied zu Libraries, die flexibel eingesetzt werden können, bilden Frameworks gewissermaßen die Struktur einer Anwendung ab. Dies hat den Vorteil, dass Programmierer diese nicht von Grund auf neu schreiben müssen und effizienter in die Umsetzung gehen können.

 

Sowohl Angular als auch React werden von jeweils einer (aus der IT-Industrie unterstützten) Open Source Community weiterentwickelt und erhalten regelmäßige Updates. Im vergangenen Monat wurde beispielsweise mit Angular 7 eine aktuelle Version veröffentlicht, die unter anderem ein neues CDK-Paket („Component Development Kit“) enthält. Darin finden sich verschiedene Werkzeuge, um Komponenten zu erstellen. Die Entwicklungen der wichtigsten Framworks für JavaScript lassen sich in den jeweiligen Repositories bei GitHub verfolgen. Gerade im Frontend-Bereich ist es enorm wichtig, sich laufend an den neuesten Entwicklungen zu orientieren.  

 

Die Backend-Kommunikation – wichtiger denn je

 

Eine große Herausforderung für die Entwicklung von Webapplikationen besteht in der Vielzahl an unterschiedlichen User Interfaces (UI), über die Anwender Inhalte abrufen. Webseiten müssen sowohl auf kleinen Handybildschirmen als auch auf 30-Zoll-Monitoren die richtige Darstellung finden. Zudem kommt beim Surfen längst nicht mehr nur der klassische Browser zum Einsatz – sondern auch Mobile Apps und Geräte mit Sprachsteuerung. Dies bedeutet, dass die Backend-Systeme – wie beispielsweise das Enterprise Ressource Planning (ERP) – flexible Schnittstellen zu den unterschiedlichsten Frontends benötigen. Das Schnittstellen-Management ist daher zu einer weiteren wichtigen Aufgabe für Frontend-Entwickler geworden. 

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