Zehn spannende IT-Trends für 2019

Von PENTASYS AG , 22.01.2019, 14:09
IT-Trends 2019

Das Jahr 2018 war voller IT-Entwicklungen. Weit vorne auf der Agenda standen beispielsweise die Themen Big Data, Cloud und DevOps. Doch welche Technologie-Trends sind im neuen Jahr zu erwarten? Die folgenden zehn Themenfelder sind gute Kandidaten dafür, dass sie in den nächsten zwölf Monaten und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken sind:

1. Agile Organisation und Methoden: Agile Methoden wie Scrum und Kanban erfahren insbesondere in IT-Abteilungen und Software-Unternehmen bereits eine hohe Akzeptanz. Auch 2019 werden sich große Konzerne und Unternehmen aus allen Branchen weiter gegenüber agilen Organisationsformen öffnen. Dies betrifft dann auch IT-fremde Fachabteilungen, beispielsweise den Einkauf.   

2. Werkzeuge für bessere Kundenorientierung: Wie lässt sich unser Softwareprodukt perfekt auf die Anforderungen seiner Anwender anpassen? Diese Frage begleitet Entwicklerteams vom Beginn ihres Projekts zum Abschluss und sogar darüber hinaus. Eine weite Palette an Werkzeugen gibt es hierfür schon, beispielsweise Design Thinking, Customer Journey Mapping, Voice of the Customer,  oder auch Ethnographic Research. Bis diese Methoden sowohl in der Tiefe als auch der Breite in der Praxis angekommen sind, wird es allerdings noch Zeit brauchen.

3. User Centered Design bei Backend-Systemen: Der Begriff der nutzterorientierten Gestaltung hat insbesondere in Bezug auf Frontend-Entwicklung große Bekanntheit erlangt. Gemäß dem Grundsatz „Usability First“ werden Browser- und Mobile-Applikationen von Beginn an aus den Augen des Nutzers gedacht und entwickelt. Dieser Ansatz macht allerdings vor dem Backend nicht halt – schließlich basiert der Erfolg eines Webangebots nicht allein auf einer ansprechenden Nutzeroberfläche, sondern auch den dahinter liegenden technischen Funktionalitäten. Backend-Entwickler müssen sich außerdem mit der Herausforderung auseinandersetzen, Schnittstellen für viele unterschiedliche Frontends (Desktop, Mobile, Voice Order, etc.) bereitzustellen und zu verwalten.

4. Datensicherheit & Datenschutz: Die im Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat zu einer erhöhten Sensibilität in Bezug auf personenbezogene Daten geführt. Datenverluste sind unbedingt zu vermeiden, denn sie können neben einem Reputationsverlust zu hohen Strafen führen. Auch Maschinendaten, die in IoT-Netzwerken generiert werden, müssen vor Industriespionage geschützt werden. Bei einem immer höheren Datenaufkommen steigt die Komplexität und Notwendigkeit von Maßnahmen zur Absicherung – auch im kommenden Jahr!

5. Künstliche Intelligenz & Machine Learning: Lernfähige Computersysteme haben eine große Zukunft – insbesondere weil sie die effiziente Verarbeitung sehr großer Datenmengen ermöglichen. Die Frameworks und Erfahrungswerte stehen bereits bereit, um sie einzusetzen. Entsprechende Datenmenge zu sammeln und aufzubereiten sowie die KI so zu trainieren, dass sie die gewünschten Resultate liefert, stellt aber meist noch eine große Herausforderung dar. Spannend bleibt daher zu beobachten, wann sich die ersten KI-Lösungen als Industriestandards durchsetzen werden.

6. Digitale Plattformökonomie: Die Zukunft gehört den digitalen Plattformen! Mittel- und langfristig wird der Erfolg von Microsoft, Apple oder Facebook insbesondere in den Bereichen IoT und Big Data Nachahmer finden. Die Idee hinter einer Plattform ist stets, das „Matchmaking“ zwischen Angebot und Nachfrage zu geringen Transaktionskosten bereitzustellen. Damit verschiebt sich ein Großteil der Marktmacht von den Anbietern hin zur Plattform und den auf ihr aktiven Nutzern. Neue Geschäftsmodelle halten damit in allen Branchen Einzug. So werden traditionsreiche Automobilhersteller zum Anbieter von Mobilitätsplattformen und Bankhäuser machen ihre IT-Lösungen zum Kerngeschäft.

7. Robotic Process Automation (RPA): Nach wie vor gehören zeitaufwändige und repetitive Routineaufgaben zum Alltag von Fachkräften in Unternehmen, beispielsweise das Einpflegen oder Abfragen von Daten in einem ERP-System. Die robotergesteuerte Prozessautomatisierung kann Mitarbeiter entlasten, indem sie solche Interaktionen mit einem User Interface übernimmt. Auch ohne Programmierkenntnisse lassen sich automatisierte Prozesse aufsetzen – zum Beispiel via Drag & Drop auf einer grafischen Oberfläche. Besonders im Dienstleistungssektor können die Softwareroboter für große Effizienzgewinne sorgen.

8. Quantum Computing: Bereits seit einigen Jahren arbeiten Forschungseinrichtungen in Wissenschaft und Industrie an sogenannten Quantencomputern. Dabei handelt es sich um eine neue Prozessorenarchitektur, die auf den Prinzipien der Quantenphysik beruht. Noch findet die Entwicklung vorrangig auf theoretischem Niveau statt. Ein Innovationssprung im Hardware-Bereich könnten aber bald schon den Weg für bisher nicht realisierbare IT-Anwendungen geben. Zu denken ist an Kryptographie für verbesserte IT-Sicherheit oder auch die Verarbeitung sehr großer Datenmengen.

9. Digital Twin: Mit dem IoT schreitet die digitale Vernetzung von Geräten und Anlagen immer weiter voran. Eine Weiterentwicklung der bisherigen Lösungen stellen digitale Zwillinge“ dar – virtuelle Abbilder der physisch vorhandenen Geräte. Mit diesem Vorgehen lassen sich unter anderem Kompabilitätsprobleme bei der Vernetzung unterschiedlicher Systeme lösen, Gerätebetrieb und -wartung verbessern oder auch komplexe Modelle und Computersimulationen erstellen. Die Vision rundum vernetzer Lieferketten oder auch „Smart Cities“ kommt ihrer Realisierung damit einen Schritt näher.    

10. Venture-Capital-Like Technologie-Strategie: Der Begriff Venture Capital“ (VC) ist mit der digitalen Revolution aus dem Silicon Valley unweigerlich verknüpft. VC-Investoren fördern hochinnovative Start-Ups und Projekte von Beginn an – im Bewusstsein darüber, dass ein großer Teil sich nicht durchsetzen wird, einige wenige sich jedoch als hochgradig rentabel und zukunftsfähig. Im Analogieschluss liegt es auch an Unternehmen, innovative Technologien und Geschäftsmodelle frühzeitig zu sondieren und gegebenenfalls zu fördern. Damit steigen die Chancen, im disruptiven Umfeld der Digital Economy einen „Home Run“ zu landen.

Wir bei PENTASYS blicken optimistisch auf das Jahr 2019 und sind uns sicher, dass es in punkto Technologie noch einige spannende Neuigkeiten bieten wird. Über die diese und viele weitere Themen informieren wir Sie auch weiterhin auf unserer Blogseite, in den PENTAtalk Podcasts und auf unseren Fachveranstaltungen.

Neuen Kommentar schreiben

Ich habe die Datenschutzhinweise zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden.